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29.
Okt
2009
Schüler stehen gern früh auf PDF Drucken E-Mail
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SchwachPerfekt 
AKTUELLES - schulintern
Geschrieben von: Zier, Oswin   
Schlaf-Experten fordern schon lange, dass der Unterrichtsbeginn nach hinten verschoben wird. In den Schulen könnte es dann konzentrierter und erfolgreicher zugehen, sagt Jürgen Zulley, Schlafforscher von der Universität Regensburg. "Es reicht aber nicht aus, Schule einfach zeitlich nach hinten zu verschieben." Eine richtige Mittagspause und anschließender Nachmittagsunterricht seien die beste Lösung, meint der Wissenschaftler.

Ab sofort dürfen Schulen in Nordrhein-Westfalen nach 8.30 Uhr mit dem Unterricht beginnen. Das bestätigt Thomas Breuer, Sprecher des NRW-Schulministeriums, nachdem der Widerstand der Schüler eines Berliner Gymnasiums gegen einen späteren Unterrichtsbeginn für Schlagzeilen gesorgt hatte. Voraussetzungen für eine Verschiebung der Anfangszeit sind in NRW aber ein überzeugendes Konzept sowie die Zustimmung von Schülern, Lehrern und Eltern, sagt Breuer.
Und hier ergeben sich schon die ersten Hürden. Umfragen ergeben, dass die Mehrheit der Eltern aufgrund eigener Anfangszeiten im Beruf und mangelnder Betreuung für ihre Kinder einen früheren Unterrichtsbeginn wünschen.
Kritiker des Vorschlags bemängeln zudem, dass die Freizeit am Nachmittag darunter leidet. Ein späterer Unterrichtsbeginn verlängere zwangsläufig das Unterrichtsende in den Nachmittag hinein. So rechnet man bei Unterrichtsbeginn 9:00 Uhr mit einer zweistündigen Verschiebung in den Nachmittag, da hier eine einstündige Mittagspause notwendig sei. So würde der Unterricht besonders an beruflichen Schulen und G8 erst in den Abendstunden enden.
Eine Hochrechnung der KMK ergab, dass bei einer flächendeckenden Einführung eines späteren Unterrichtsbeginns die Sachaufwandsträger deutschlandweit hierfür mindestens 30 Milliarden Euro aufwenden müssten, um die Schulen zu befähigen, eine Mittagspause anzubieten.

Dem Argument, ein späterer Unterrichtsbeginn sorge für ausgeschlafene Schüler, werden Erkenntnisse der Schlafforschung für Kinder ntgegen gehalten, dass nicht die Schlafzeit, sondern die Schlafdauer entscheidend für die Konzentrationsfähigkeit ist.


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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. Oktober 2009 um 11:24 Uhr
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