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Die Ludwig-Erhard-Schule (LES), die kaufmännische berufliche Schule im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach, nimmt an einem auf vier Jahre angelegten Schulversuch teil: Die neue Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) soll jungen Menschen den Einstieg in eine duale Berufsausbildung erleichtern.

Jungen Menschen gelingt der Übergang aus der allgemeinbildenden Schule in eine berufliche Ausbildung häufig nicht reibungslos. Mangelnde Orientierung auf dem Ausbildungsmarkt und fehlende Basisqualifikationen sind oftmals dafür verantwortlich. Solchen Jugendlichen bietet die neue Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) die Möglichkeit, sich in der Berufswelt zu orientieren und grundlegende Kompetenzen zu erweitern, um somit ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern.

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Die zukünftigen Profilgruppenlehrer der neuen BÜA, Abteilungsleiter Torsten Fink (3.v.r.) und Schulleiter Bernhard Friedrich (1.v.r.) präsentieren die Urkunde des Hessischen Kultusministeriums.

Bei der neuen Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) handelt es sich um einen Schulversuch des hessischen Kultusministeriums, der das berufliche Übergangssystem reformiert. Unter der Prämisse „Anschluss vor Abschluss“ werden die bisherigen Schulformen Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BzB), zweijährige Berufsfachschule (BFS) und einjährige höhere Berufsfachschule (HH) zusammengeführt, das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die noch keinen Ausbildungsbetriebe gefunden haben. Unterstützt wird die Umsetzung des Schulversuches durch Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern sowie die Agentur für Arbeit. Wissenschaftlich begleitet wird der Schulversuch von einem Team der TU Darmstadt.

Das BÜA-Konzept zielt darauf ab, die vorhandenen Talente junger Menschen besser zu fördern und gemeinsam den Weg in eine passende Berufsausbildung zu ebnen. Dies wird durch die intensive Förderung persönlicher sowie sozialer Kompetenzen ermöglicht, durch eine umfangreiche Berufsorientierung und eine individuelle Förderung in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch.

Vorbereitungen an der Ludwig-Erhard-Schule

Am 30.03.2017 wurde die LES offiziell vom hessischen Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz als einer von 16 hessischen Standorten ausgewählt. Gemeinsam mit der gewerblichen Philipp-Holzmann-Schule bildet die LES den „Kooperationsverbund Frankfurt-West“. In beiden Schulen werden zu Beginn des neuen Schuljahres im Sommer 17 Klassen gebildet, zehn davon an der kaufmännisch ausgerichteten LES. Die Jugendlichen sollen mindestens zwei berufliche Schwerpunkte kennenlernen können – so kann der LES-Schüler zum Beispiel auch den Bereich Bau, Agrarwirtschaft, Holz oder Farbe der Kooperationsschule kennenlernen.

Ein Vorteil der BÜA liegt in den kleinen Lerngruppen von maximal 16 Schülerinnen und Schülern, die eine individuelle Betreuung und differenzierte Förderung der Jugendlichen ermöglichen. Die Hauptfächer werden im leistungsdifferenzierten Kurssystem unterrichtet, so wie man es beispielsweise aus Gymnasien kennt. „Wir müssen noch gezielter als bisher auf die Stärken und Talente unserer Schüler eingehen“, erklärt Schulleiter Bernhard Friedrich. „Nur so können wir ihnen dabei helfen, ihr ganzes Potential zu entfalten und genau den richtigen Ausbildungsberuf zu finden.“

Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Start in den Schulversuch auf Hochtouren. Es gilt ein Unterrichtskonzept zu erarbeiten, das die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt, innerhalb nur eines Jahres einen für sie passenden Ausbildungsplatz zu finden. Hierzu wird es fächerübergreifende Projekte geben, die die Jugendlichen an das Berufsfeld und das Arbeitsleben heranführen. So ist beispielsweise ein schulformübergreifendes Bewerbungsprojekt mit Auszubildenden der LES geplant, in dessen Rahmen die Jugendlichen für künftige Vorstellungsgespräche trainieren und Kontakte zu Auszubildenden knüpfen können.

Eine große Bedeutung kommt der Suche nach potenziellen Ausbildungsbetrieben zu: Für die mehrwöchigen Betriebspraktika werden noch Betriebe gesucht, die Praktikumsplätze anbieten und sich vorstellen können, geeignete Praktikanten später in ein Ausbildungsverhältnis zu übernehmen. Interessenten werden gebeten, sich direkt bei der LES zu melden.

Das Interesse von Schülern, Eltern und abgebenden Schulen an der neuen Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) ist groß – bereits jetzt sind alle 160 Schulplätze an der LES vergeben. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich weiterhin bewerben und werden auf eine Warteliste genommen.

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