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Vom 05.02. bis 09.02.2018 hatten die Klassen 12F1 und 12F3 der Fachoberschule Gelegenheit mit ihren Lehrern Frau Strewitz und Herrn Brill auf einer Studienfahrt das Nachbarland Niederlande näher kennenzulernen und in den Zeiten von Europaskepsis den innereuropäischen Austausch zu fördern. Die Schüler absolvierten dabei ein straffes Programm, denn neben Amsterdam als Hauptziel waren mit Rotterdam und Den Haag die drei größten Städte der Niederlande Ziel der Erkundungen.

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Die Klasse 12F1

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und 12F3 vor ihrem Hostel Clinknoord in Amsterdam

Das Hostel der Klassen in Amsterdam lag mit circa fünf Minuten Wegstrecke zum Zentralbahnhof sehr günstig, wodurch auch Stadterkundungen der Schülerinnen und Schüler in Eigenregie problemlos möglich waren.

Nach der Ankunft im Hostel und dem Bezug der Zimmer stand eine Grachtenfahrt in einem Panoramaboot auf dem Programm. Hier zeigten sich einige der Jugendlichen von den großen Wassermengen in Amsterdam, in Form von zahlreichen Grachten (Wasserwege, Kanäle), und der großen Anzahl der Brücken beeindruckt. Diesbezüglich erklärte ein Stadtführer die Notwendigkeit eines intelligenten Wassermanagements für die Niederlande: Ohne Kontrolle des Wassers, keine Niederlande!

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Schülerinnen der Klasse 12F1 während der Grachtenfahrt durch Amsterdam.

Im Anschluss folgte mit dem Besuch des Anne-Frank-Hauses das erste kulturelle Highlight der Studienfahrt. Nachdem zahlreiche Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit bereits das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank gelesen hatten, war es für sie ein besonderes Erlebnis, das Haus zu betreten, das der Familie von Anne Frank zwei Jahre als Versteck vor den Nationalsozialisten diente. Ein besonderer Augenblick für alle war sicherlich der Gang durch den drehbaren Bücherschrank und der Eintritt in das Versteck der Familie. Hier nahmen sich alle die Zeit, die besondere Atmosphäre dieses Ortes auf sich wirken zu lassen.

Der nächste Tag begann mit einer Stadtführung in kleinen Gruppen zu Fuß durch Amsterdam. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, gezielt Fragen an die Stadtführer zu stellen und einige Themen des Vortages nochmals zu vertiefen. Wegen der eisigen Kälte an diesem Morgen, waren auch die Amsterdamer Cafés ein beliebter Zwischenstopp zum Aufwärmen.

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Schülerinnen und Schüler der Klasse 12F1 beim Stadtrundgang durch Amsterdam

Das offizielle Programm dieses Tages endete mit dem Besuch des jüdischen Museums und der portugiesischen Synagoge. Hier bestand die Gelegenheit an die persönliche Geschichte von Anne Frank anzuknüpfen und mehr über die Geschichte der Juden in Amsterdam zu erfahren, insbesondere über die Einschränkung der Menschenrechte während der deutschen Besatzungszeit.

Am nächsten Tag ging es dann Richtung Den Haag, dem Regierungssitz der Niederlande. Der erste Stopp wurde an der Nordsee in Scheveningen gemacht. Dort gab es für alle die Gelegenheit bei herrlichem, aber kaltem Wetter am Strand spazieren zu gehen und zu relaxen, bevor am Nachmittag die Stadtführung in Den Haag Programmpunkt war. Auf besonderes Interesse der Schülerinnen und Schüler stieß hier der ICC (International Criminal Court), der vielen aus den politischen Nachrichten bekannt war. Verwundert waren die Jugendlichen über die Zugänglichkeit der Regierungsgebäude, zu denen beispielsweise der niederländische Premier Mark Rutte des Öfteren mit dem Fahrrad kommt, um seinen Dienstgeschäften nachzugehen. Man stelle sich das bei Angela Merkel in Berlin vor!

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Die Klasse 12F3 am Strand von Scheveningen

Am vierten Tag stand Rotterdam auf dem Programm, was für viele das Highlight der Fahrt darstellte. Den Anfang der Erkundungstour machte der Hafen, der mit einer Länge von circa 45 km und einer Fläche von 22.000 Fußballfeldern der größte Hafen Europas und der neuntgrößte Hafen der Welt ist. Nachdem im Vorfeld die Bedeutung eines außenwirtschaftlichen Gleichgewichts im Unterricht erläutert wurde, zeigte die Besichtigung wie Im- und Export real funktionieren und welche Ausmaße sie annehmen. Pro Jahr werden hier aktuell circa 13 Millionen Container umgeschlagen. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Dimension und die Effizienz des Warenumschlags bestaunen, bei dem neben Zügen, Pipelines und Fährschiffen auch täglich circa 15.000 LKW zum Einsatz kommen. Auch waren einige riesige Containerschiffe zu sehen, die mit einer Länge von 350 bis 400 Metern bis zu 22.000 Container transportieren können.

Anschließend ging es ins Zentrum von Rotterdam mit dem Ziel Erasmusbrücke, einem der Wahrzeichen der Stadt. Von dort aus folgte ein geführter Rundgang zu wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonderen Eindruck hinterließ beispielsweise die Markthalle in Form eines riesigen Flugzeughangars in ihrem Design aus vielen bunten Tafeln.

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Teile der Klassen 12F1 und 12F3 vor der Erasmusbrücke in Rotterdam

Befragt man Menschen, was diese mit den Niederlanden in Verbindung bringen, so wird man sicherlich unter anderem „Käse“ und „Holzschuhe“ als Antwort hören. So durfte natürlich ein Besuch in einer traditionellen Käserei und Holzschuhmacherei als Abschluss des offiziellen Programms nicht fehlen. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie leckerer Gouda-Käse nach traditioneller Art hergestellt wird und diesen auch anschließend verkosten. Offenbar fand er den Geschmack einiger Jugendlicher, die sich direkt einen Käse für die Heimfahrt sicherten. In der angeschlossenen Holzschuhmacherei wurde der Herstellprozess eines Holzschuhs vorgeführt, der immer noch zu einem beliebten Mitbringsel aus Amsterdam zählt.

Im Anschluss daran konnten die Schülerinnen und Schüler abends in Eigenregie Abschied von Amsterdam nehmen, beispielsweise wurde ein Geburtstag eines Schülers gefeiert, bevor am Freitag die Heimreise bei strahlendem Sonnenschein – der übrigens die ganze Studienfahrt begleitete – Richtung Ludwig-Erhard-Schule angetreten wurde.

Was übrigens allen schon am Anreisetag ins Auge fiel, waren die guten Straßenverhältnisse auf den Autobahnen im Vergleich zu Deutschland. Baustellen waren hier quasi nicht existent.

Am Ende zeigten sich Frau Strewitz und Herr Brill sehr zufrieden mit dem Ablauf der Studienfahrt: „Wir haben in kurzer Zeit sehr viel gesehen, alle haben voll mitgezogen. Es war ein tolles Erlebnis, an das wir uns noch lange erinnern werden!“, so das Resümee, welches auch die Schülerinnen und Schüler teilten.

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