10. Nov 2007 |
|
Sport- und Kulturhalle: Neues Gebäude wäre langfristig günstiger als Sanierung Neubau statt Flickschusterei Von Stefanie Bernhard Unterliederbach. Es wäre für alle das Beste, die Sport- und Kulturhalle Unterliederbach einfach abzureißen und neu zu bauen, anstatt sie zu sanieren. Für die Sportler und die Vereine, weil ein Neubau ganz neue Möglichkeiten – und mehr Platz bieten würde. Und für die Stadt, weil die Variante langfristig günstiger (weil energiesparender) wäre. Das geht aus einem Magistratsbericht hervor. Trotzdem ist derzeit vorgesehen, die Halle zu sanieren. Die Mittel dafür – 3,13 Millionen Euro – sind auch schon im Haushaltsentwurf für 2008 eingestellt. „Im Grunde wäre es aber sinnvoller, neu zu bauen“, bestätigt Manuel Skotnik, Sprecherin von Sportdezernentin Daniela Birkenfeld auf Anfrage. Birkenfeld selbst befürworte deshalb die Neubau-Variante, schildert Skotnik. Nun sei es an den Stadtverordneten, das Thema noch einmal aufzugreifen – und vielleicht doch noch die zusätzlichen 740 000 Euro für den Neubau locker zu machen, sagt Skotnik. Dass noch einmal Bewegung in die Sache kommt, ist wahrscheinlich. Zum einen haben sich die Ludwig-Erhard-Schule und der Vereinsring Unterliederbach, die Hauptnutzer der Halle in der Hans-Böckler-Straße, für einen Neubau ausgesprochen. Zum anderen haben die Christdemokraten im Ortsbeirat 6 bereits signalisiert, dass sie einen entsprechenden Antrag einbringen möchten. „Es ist aus meiner Sicht sinnvoll, die Halle abzureißen und neu zu bauen, um mittelfristig Kosten zu sparen“, erläutert CDU-Fraktionschef Uwe Serke. Wichtig sei allerdings, dass sich das Projekt dadurch nicht verzögere. Für SPD-Chef Hubert Schmitt ist erst einmal wichtig, dass die Halle überhaupt modernisiert wird. „Ich würde es aber natürlich begrüßen, wenn sie ganz neu gebaut würde, vor allem, wenn die Stadt daran langfristig spart.“ Nur eine Verzögerung dürfe dies nicht bedeuten, betont Schmitt. Ähnlich sieht es auch der Unterliederbacher Vereinsringchef und CDU-Stadtverordnete Karl Leo Schneeweis. „Wenn wir von Privatleuten verlangen, dass sie umweltfreundlicher und energiesparender bauen, dann muss die Stadt das auch leisten“, sagte er. Er zeigte sich optimistisch, dass es mit dem Neubau klappt – „weil es alle wollen“. Die Ludwig-Erhard-Schule hat diesem Wunsch mit einem Brief an Sportdezernentin Birkenfeld Nachdruck verliehen. „So ein Neubau würde einiges ermöglichen“, ist sich der stellvertretende Schulleiter und Sportlehrer Wieland van Laak sicher. Derzeit drängeln sich seine Schüler in der Sport- und Kulturhalle auf vier improvisierten Badmintonfeldern, obwohl eigentlich nur zwei Felder dafür vorgesehen sind. „Die Spielflächen enden dann quasi an der Wand“, schildert van Laak. Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Eine neue Halle müsste gar nicht viel größer sein, nur ein wenig besser geschnitten, schon böten sich für die Sportler deutlich bessere Trainingsmöglichkeiten, ist van Laak überzeugt. Dann könnten sicher auch wieder Basketballkörbe an der Decke installiert werden. Die letzten seien aus Sicherheitsgründen abmontiert worden, weil sie nicht mehr fest in der Decke hätten verankert werden können. Ob die Halle neu gebaut wird, müssen nun die Stadtverordneten entscheiden. Eine Verzögerung werde es so oder so nicht geben, betont Manuela Skotnik. Bevor mit einer Sanierung oder einem Neubau begonnen werden könne, müsse zunächst der Haushalt 2008 genehmigt werden. Das werde vermutlich im Herbst geschehen. Die Arbeiten an der Sport- und Kulturhalle würden dann Anfang 2009 beginnen – „ganz gleich, in welcher Variante“, so Skotnik. |










