02. Mai 2008 |
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29.04.2008 SprachChecker: Neues Bildungskonzept für Schulen mit Mehrsprachigkeit Im Rahmen eines internationalen EU-Projekts hat er mit seinem Team in dreijähriger Arbeit die deutsche Version der SprachChecker entwickelt, ein in dieser Form einzigartiges multimediales Lernprojekt über Sprache, Sprachbewusstsein, Mehrsprachigkeit und interkulturelles Lernen. Es richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren und vermittelt spielerisch klassische schulgrammatische Inhalte zu Wort- und Satzbau, Lauten und Intonation, Sprachvariation und Sprachwandel, behandelt aber auch Themen wie Jugendsprache, SMS-Kommunikation, Spracherwerb, Dialekte und Gebärdensprache. "Gerade für 12- bis 16-Jährige ist es wichtig, dass sie sich auch über Sprache abgrenzen und entwickeln können", so Steinbach. Das wird auch in dem Multimedia-Projekt deutlich. Am Anfang der SprachChecker-Geschichte steht ein Diktat. Die vier Hauptcharaktere Mercé, Ahmet, Lukas und Zuzanna stöhnen, albern herum und werden von der Lehrerin aus der Klasse geschickt. Sie sollen sich etwas einfallen lassen, etwas ganz Neues - mit Sprache. Was sie dann machen, zeigt der 45-minütige interaktive Film, verbunden mit zahlreichen Spielen und Übungsaufgaben und einem 40-seitigen Begleitheft. Das Programm kann sehr flexibel verwendet werden: im regulären Schulunterricht, an Projekttagen oder für eigenständiges Lernen zuhause. Lehrer finden auf der CD Zusatzinformationen, beispielsweise über Jugendsprachen, und auf der SprachChecker-Internetseite Ergänzungen zu linguistischen Themen. "Wir denken, dass dies den Unterricht gerade in Klassen mit mehrsprachigen Schülern gut ergänzt. In den Niederlanden ist das Programm bei den Jugendlichen hervorragend angekommen." Erste Tests laufen in Deutschland gerade an fünf Schulen im Stuttgarter Raum und im Rhein-Main-Gebiet an. Die SprachChecker sind Teil eines europäischen Projekts, das von der EU im Rahmen des Sokrates-Programms mit 350.000 Euro gefördert wird. Die deutsche Version wurde vom Deutschen Institut der Universität Mainz in Kooperation mit der Universität Amsterdam, dem Studio Taalwetenschap und der Klett Lernen und Wissen GmbH entwickelt. In den Niederlanden sind die "Taaltrotters" seit 2002 im Einsatz, parallel zu Deutschland wurde das Programm auch für Finnland und Schweden in den entsprechenden Landessprachen bearbeitet. Am Dienstag, 6. Mai wird der SprachChecker-Film in Mainz erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 02. Mai 2008 um 16:03 Uhr |









