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17.
Okt
2008
Neue Top-Level-Domain PDF Drucken E-Mail
AKTUELLES - externe News
Geschrieben von: Zier, Oswin   
Bisher gibt es für die weltweit 160 Millionen Web-Adressen rund 250 verschiedene Endungen — seien es Länderbezeichnungen wie .de oder thematische Abkürzungen wie .com (Wirtschaft), .org (Organisationen), .edu (Bildungseinrichtungen) oder .gov (Regierungen).Toplevel-Domains wie .de, .com, .org, .eu und viele andere haben den Webadressen eine Struktur verliehen.
Im Internet steht eine Revolution bevor: Das Internetkonsortium ICANN lässt ab dem kommenden Jahr auch Webadressen mit frei wählbaren Endungen wie .schule oder .frankfurt zu. Doch die Wahlfreiheit hat ihren Preis: Über 100.000 Dollar kostet der Kauf einer neuen Endung hinter dem Punkt — ganz abgesehen von den Kosten für die technische Verwaltung von möglicherweise Millionen Nutzernamen für die neue Domain. Die ICANN erwartet deshalb nur einige hundert neuer Toplevel-Domain. Die 1,3 Milliarden Internetnutzer weltweit könnten künftig geläufige Wörter, Marken-, Orts-, Firmen- oder Eigennamen als so genannte Top-Level-Domains eintragen lassen. Ab dem dritten Quartal 2009 soll es losgehen; Anträge werden ab dem zweiten Quartal angenommen.
Künftig könnte es damit theoretisch eine unbegrenzte Zahl von Adress-Endungen geben. Die ICANN will damit die 20 Millionen Dollar Entwicklungskosten für die "Internet-Revolution" wieder hereinholen. Laut den ICANN-Regeln haben nur auf Dauer angelegte Organisationen oder Unternehmen eine Chance, den , Zuschlag zu erhalten.Die Großstadt frankfurt könne sich .frankfurt sichern. Im Wirtschaftsbereich hält ICANN Endungen wie .bank‘ und .car für wahrscheinlich.
Die deutsche Internet-Wirtschaft begrüßt die Reform. Einzelne Homepages würden nach Einführung neuer Endungen "nach einem fairen und transparenten Verfahren vergeben", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. In der Startphase müsse dabei verhindert werden, dass große Mengen, Webadressen „zu Spekulationszwecken reserviert werden“. So sollten Unternehmen und Bürger mit berechtigten Interessen „in den ersten Monaten Vorrang haben“, erklärte Scheer.
Quelle: Höchster Kreisblatt, 30. Juni 2008
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Oktober 2008 um 15:05 Uhr
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