02. Mai 2008 |
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Von Viren und Trojaner haben Sie schon gehört; aber was sind den Hoaxes. Als Kenner der englischen Sprache werden Sie spontan anmerken: engl. hoax, altengl. hocus: Scherz, Falschmeldung. Aber was hat dies mit meinem PC zu tun? Seit Jahren kursieren Warnungen vor (angeblichen) Viren, die sich per E-Mail verbreiten sollen. Diese "Warnungen" werden meist von gutgläubigen Menschen verbreitet, die diese per E-Mail von ihresgleichen erhalten haben. Mit unglaublichem Engagement, das man sich sonst nur wünschen könnte, senden Sie die wie einen Kettenbrief weiter, im Glauben, sie täten den Adressaten einen Gefallen, in dem sie sie vor gefährlichen Viren warnen. Die Empfänger werden aufgefordert, E-Mails, die im Betreff (subject) einen der in der Hoax-Liste genannten Begriffe enthalten, nicht zu öffnen sondern sofort zu löschen. Andernfalls würde ein Virus furchtbare Dinge mit dem Rechner des Empfängers anrichten.Zu den Dauerbrennern der Anfragen bei Hoax-Info.de zählt seit Herbst 2000 die angebliche Suche nach einem Knochenmarkspender mit der Blutgruppe AB Rhesus negativ für eine an Leukämie erkrankte Freundin. Keine der in der Mail mit Namen und Adresse genannten Personen, darunter Angestellte des Uni-Klinikums Regensburg, kennt die Person, um die es darin gehen soll.
Fakt
ist, dass alle diese Warnungen keinen ernst zu nehmenden Hintergrund
haben (was die Gefährlichkeit der vermeintlichen Viren angeht). Es
handelt sich wohl mehr um ein soziologisches Phänomen. Es gibt diese
E-Mails, vor denen gewarnt wird, meist gar nicht. Vielmehr vrursachen
diese "Warnungen" den eigentlichen Schaden, in dem sie Menschen
verunsichern und Lebenszeit und Arbeitszeit kosten. Außerdem belasten
sie durch ihre nicht geringe Zahl das Internet durch nutzlosen
Datenverkehr. Generell werden nie echte Virus-Warnungen auf diese Weise
im Internet verbreitet! Sehr wohl können aber Viren in Dateianhängen
(Attachments) dieser E-Mails enthalten sein.
Viele Hoaxes tauchen in Wellen immer wieder auf und verschwinden
dann scheinbar für Monate wieder. Seit inzwischen zehn Jahren werden
kursierende Falschmeldungen beim Hoax-Info Service an der TU Berlin
gesammelt und dokumentiert. Die wenigsten Hoaxes sind witzig, sondern
missbrauchen ein wichtiges Kommunikationsmedium und schädigen dessen
Ruf.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 02. Mai 2008 um 16:13 Uhr |









