27. Feb 2009 |
|
|
Die CD-Verkäufe der Musikindustrie sind weiter rückläufig. Besonders bei der jüngeren Zielgruppe spielt das Internet bei der Beschaffung von Musik heute die zentrale Rolle. Studien zufolge verfügen die zwölf bis neunzehnjährigen im Durchschnitt bereits über einen Musikfundus von mehr als 1000 Songs. Acht Prozent der männlichen Jugendlichen geben sogar an, mehr als 5000 Songs gespeichert zu haben.
Schnell und unkompliziert lassen sich jedoch Songs aus Musikportalenoder Tauschbörsen im Internet herunterladen. Jugendliche nutzen dieAngebote im Internet jedoch oft zu unkritisch. Problematisch ist dieNutzung von Tauschbörsen mit Musikstücken im Angebot die nicht zurkostenlosen Verbreitung eigentlich freigegeben sind. Wer beimMusikdownload Urheberrechte missachtet muss mit unangenehmenjuristischen und finanziellen Folgen rechnen. Nach Angaben der Musikindustrie verursachen illegale Musikdownloads einen finanziellen Schaden in Millionenhöhe. Verständlich also, wenn sich die Plattenfirma gegen illegale Downloads wehrt. Anwaltskanzleien haben sich darauf spezialisiert, die Interessen der Unterhaltungsindustrie auf dem Rechtsweg durchzusetzen. Abmahnungen vom Anwalt mit nicht unerheblichen Schadenersatzforderungen sind derzeit kein Einzelfall. Allerdings beobachten Verbraucherschützer, dass die Maßnahmen der Musikindustrie bei Urheberrechtsverletzungen nicht selten übers Ziel hinausschiessen. Die Höhe der Schadensersatzforderungen und der Anwaltskosten hängt in der Regel davon ab, wieviele Songs man illegal zum Download angeboten oder heruntergeladen hat. Der Gesetzgeber hat die Anwaltsgebühren für Bagatellverstöße auf 100 € begrenzt. Das Herunterladen von Songs auf aus eine der vielen Tauschbörsen ist in der Regel juristisch problematisch, da in der Rege Musikstücke angeboten werden, die eigentlich nicht zur kostenlosen Verbreitung freigegeben sind. Sollten sie nicht sicher sein, dass der Song, den sie herunterladen möchten, freigegeben ist, sollten sie auf jeden Fall auf den Download verzichten und nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten. Unkritische Jugendliche erwidern oft an dieser Stelle, sie hätten zwar Songs herungergeladen, aber nie Songs im Internet angeboten. Der Internet-Fachmann und Jurist wird ihnen jedoch in Kürze klar machen, dass sie, sobald sie in einer Tauschbörse einen Song oder Album herunterladen, es auch technisch gesehen gleichzeitig im Internet anbieten und verbreiten. Welche Alternativen gibt es, legal an Songs im Internet zu kommen?Eine erste Alternative wäre: Kostenpflichtige Musikportale bieten einzelne Songs schon für 1,00 € an oder die unbegrenzte Download-Möglichkeit für eine Monatspauschale von etwa 10,00 €.Teilweise gibt es auch Musikportale, die Songs kostenlos ins Internet stellen: www.checked4you.de/netzmusik Über das Portal www.tonspion.de kann man legal Songs finden, die von Newcomer-Bands zu Werbezwecken kostenlos verbreitet werden, um bekannt zu werden. Achten sie bei solchen kostenlosen Angeboten jedoch unbedingt darauf, dass es sich nicht um eine Abzocke handelt und sie ungewollt ein Abonnement eingehen und es damit kostenpflichtig wird. Skeptisch sollten sie spätestens dann werden, wenn sie persönliche Daten, z.B. für eine Anmeldung, herausrücken sollen. Zweite Alternative: Sollte Ihre Musiksammlung anfänglich noch recht übersichtlich sein, erfahren sie in dem PC-WELT-Ratgeber "MP3-Player kostenlos und legal befüllen", wo sie sich im Internet mit tausenden Musik-Titeln versorgen können, ohne rechtliche Probleme fürchten zu müssen. In der Natur der Sache liegt allerdings, dass auf den genannten Seiten eher unbekannte, aber nichtsdestotrotz durchaus interessante Künstler zu finden sind. Eine dritte legale kostenlose Möglichkeit zu Songs aus dem Internet zu kommen, ist einfach Musik von Internetradios mitzuschneiden. Dazu gibt es im Internet spezielle Software, die sie herunterladen können: z.B. www.tauschnix.de (Übersicht) oder www.clickster.de. Damit erhalten Sie innerhalb kürzester Zeit eine mehrere tausend Titel umfassende Musiksammlung. Wie Sie dabei vorgehen müssen, erklärt ihnen ausführlich der PC-WELT-Ratgeber: "Web-Radios mit Clipinc 4.0 aufnehmen". Musik-Download von Last.fm, Myspace etc. leicht gemachtAuf zahlreichen Seiten wird Musik per Streaming angeboten, d.h. zum online anhören; alles, was man am PC anhören kann, kann man auch mitschneiden (rippen). Wie umständlich das wird, hängt von der Seite und der verwendeten Software ab. Free Music Zilla verspricht einfachstes Abspeichern der Streaming-Formate von allen gängigen, großen Social-Music-Sites. Schauen wir uns in dem folgenden Tutorial-Video (44 MB) an, wie Sie über die Musik-Community www.lastfm.de und der Software "Free Music Zilla" legal von einer Vielzahl renommierter Interpreten Songs legal mitschneiden können.
Überblick: MP3s gratis aus dem Netz saugen
weiterführender Link:
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. Februar 2009 um 11:55 Uhr |










