Nicht der Desktop mit den schönen bunten Icons und das Startmenü sind das Herz eines Betriebssystems wie Windows XP oder Vista, sondern die vielen Dienste (Programme), die im Hintergrund des Systems laufen.
Manche Dienste sind unentbehrliche Systembestandteile, andere aber, je nach Verwendung des PCs unnütze Ressourcenfresser. Unter XP und vor allem unter Vista ist es sehr schwierig, einen notwendigen Dienst von einem überflüssigen zu unterscheiden. Mit einer optimierten Dienste-Konfiguration erhöhen Sie jedoch die Leistung Ihres Systems und verringern gleichzeitig die Angriffsfläche für Hacker, die Ihnen irgendwelche Malware unterjubeln wollen.
Windows lädt eine ganze Reihe von Standarddiensten automatisch beim Systemstart. Diese Programme laufen unabhängig vom angemeldeten Benutzer und können auch nur über das Windows-eigene Konsolen-Tool "services.msc" oder die Kommandozeilen-Variante "sc.exe" einzeln konfiguriert werden ("Start > Ausführen > services.msc" oder in Vista "Start > Suche starten > sc.exe").
Für jeden Dienst gibt es vier mögliche Starttypen (Automatisch, Automatisch verzögert, Manuell und Deaktiviert). Hier die richtige Auswahl zu treffen fällt nicht leicht, da die Eintragungen nur äußerst dürftig dokumentiert sind. Deaktivieren Sie einen für das System lebenswichtigen Dienst, so kann es passieren, dass wichtige Funktionen fehlen oder gar das ganze System nicht mehr läuft.
Zur Vereinfachung der Dienste-Konfiguration stellt das Onlineportal der PC-WELT die beiden Scripte pcwXPServices und pcwVistaServices zur Verfügung, mit denen Sie problemlos Ihre Dienste unter XP und Vista konfigurieren und abspecken können.
Entpacken Sie das jeweilige ZIP-Archive für Ihr Betriebssystem in ein Verzeichnis Ihrer Wahl, und führen Sie die HTA-Datei per Doppelklick aus. Das Script bietet Ihnen verschiedene vordefinierte Dienste-Konfigurationen an. Neben der Standard- (Werkseinstellung) können Sie die PC-WELT-Konfiguration wählen, bei der all diejenigen Dienste abgeschaltet werden, die Sie üblicherweise nicht benötigen. Noch drastischer können Sie eingreifen, wenn Sie die Minimal-Konfiguration wählen. Hier bleiben nur die Kernfunktionen des Systems erhalten, dafür werden besonders viele Ressourcen freigeschaufelt
Da Vista noch deutlich mehr Dienste anbietet als XP, haben die PC-WELT-Entwickler dafür noch die Option „Sichere Konfiguration“ integriert. Sie ist weniger streng und einschränkend als die PC-WELT-Konfiguration, Sie sollten damit keinen Unterschied zu den Standard-Einstellungen in der Handhabung Ihres Systems feststellen. Ein Klick auf das „?“ vor der jeweiligen Option zeigt eine kurze Erläuterung der jeweiligen Einstellung.
Konfiguration setzen: Nachdem Sie eine Option aktiviert haben, erscheinen die Konfigurationsdetails mit den jeweiligen Einstellungen in einer Liste. Wenn Sie wissen möchten, was für eine Funktion ein bestimmter Dienst hat, dann klicken Sie in dieser Liste einfach auf den Dienst und es wird eine Beschreibung aus dem Wiki der www.pcwelt-wiki.de angezeigt. Um die Einstellungen zu setzen, klicken Sie auf einfach auf „Übernehmen“.
Beim ersten Durchlauf wird Ihre aktuelle Konfiguration gesichert, damit Sie die Einstellungen später über die Optionen „Letzte Dienste-Konfiguration wiederherstellen“ oder „Anfangs-Konfiguration wiederherstellen“ gegebenenfalls zurücksetzen können. Ist die Konfiguration abgeschlossen, starten Sie den Rechner neu, damit alle Änderungen aktiviert werden.
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