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23.
Mai
2008
Software on demand PDF Drucken E-Mail

Haben PCs bald ausgedient?

In Zukunft wird ein Grossteil der Software online genutzt, prophezeien Informatiker. "Hochleistungsrechner", wie sie heute in fast jedem Kinderzimmer stehen, werden dann überflüssig. Es reicht ein simpler Bildschirm mit Tastatur und ein leistungfähiger Internetzugang.

Schon heute nutzen viele Computeranwender sogenannte "Software on demand", ohne es zu wissen. Wer seine E-Mails nicht mit Email-clients wie "Outlook" oder so, sondern per Webmail mit einem Browser über die Benutzeroberfläche von Anbietern wie AOL, GMX, web.de oder anderen Providern verwaltet, hat die entsprechende Software gar nicht auf seinem eigenen Rechner instaliert, einmal abgesehen von dem Browser. Die Provider stellen vielmehr die Emails mit einem IMAP-Server über das Internet zur Verfügung. Die Kunden greifen lediglich über das Netz auf die Daten zu, ohne dass die mails auf den heimischen  Rechner heruntergeladen werden müssen.

Google-Dienst "Text & Tabellen "

Ein sehr schönes Beispiel dafür, wie das Konzept "Software on demand" aussehen kann,  ist der Google-Dienst "Text & Tabellen ". Wer Dokumente gemeinsam in einer Gruppe bearbeitet, muss wissen, ob ein anderes Mitglied sie bereits verändert hat. Eine hervorragende Möglichkeit der Zusammenarbeit bietet die Webware Google Text & Tabellen. Damit lassen sich Dokumente gemeinsam erstellen und bearbeiten. Das Besondere dabei: Sie haben ein Chat-Fenster zur Verfügung, um mit mehreren Anwendern gemeinsam Dokumente zu bearbeiten. Sie sehen in Echtzeit, wer gerade etwas an einem Dokument verändert. Ausgeklügelt ist auch die Rechtevergabe: Sie können Anwendern entweder volle Schreib- und Leserechte erteilen oder sie nur mitlesen und per Chat kommentieren lassen.
Neben einem Word- und Excel-Clone steht auch eine Präsentations-Software nach Art von Powerpoint zur Verfügung. Eine Versionsverwaltung ist zwar vorhanden, ein umfassendes Dokumentenmanagement fehlt jedoch bislang; daran wird aber gearbeitet.
Gerade die Möglichkeit, ortsunabhängig auf alle Informationen und Applikationen zuzugreifen, macht den großen Reiz aus.

Google Apps für Schulen

Google stellt für Schulen eine "Education"-Variante der Google Apps kostenlos zur Verfügung. Google Apps ermöglicht es, den Schülern und Lehrern Google Mail-, Google Kalender-, Google Text & Tabellen und Google Talk über die eigene Domain zur Verfügung zu stellen. E-Mail-Adressen und Benutzernamen enden dann ebenfalls mit dem Domainnamen, also etwa Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

So ist es nicht mehr notwendig, dass sich ein Schüler bei diesen verschiedenen Diensten anmeldet - eine Anmeldung bei
einer zentralen Startseite, die der Administrator frei anpassen kann, genügt. Die komplette Benutzerverwaltung liegt ebenfalls in der Hand des Administrators vor Ort, sodass er sich beispielsweise um vergessene Passwörter o.ä. kümmern darf. Ein großer Vorteil ist der automatische Abgleich von Kontaktinformationen über das System. Es genügt, wenn der Benutzer, z.B. beim Schreiben einer E-Mail oder beim Freigeben eines Dokuments, den Vor- oder Nachnamen eingibt - Google Apps ergänzt automatisch zum vollständigen
Benutzernamen. So ist es auch für schwächere Schüler ein leichtes, z.B. die Termine des Lehrerkalenders in ihren privaten
Google Kalender einzubinden. Sicherheitseinstellungen bewirken dabei, dass z.B. Dokumente oder Kalender nur innerhalb der Domain freigegeben werden können. Auch für die anderen Anwendungen lässt sich das Verhalten nach außen und innerhalb der Domain unterschiedlich einstellen.

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