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Highlighter

1. Schülerinnen und Schüler als Individuen in den Blick nehmen

Diese Leitlinie fordert von der jeweils unterrichtenden Person eine verfeinerte Binnendifferenzierung bei Unterrichts- und gegebenenfalls auch Prüfungskonzeptionen. Unterschiedliche Ressourcen der Schülerinnen und Schüler werden daher gezielt gefördert. Ziel ist, die zu Unterrichtenden selbst an diesem Prozess zu beteiligen und ihren Blick auf das jeweils eigene Verhalten und ihre fachlichen sowie personalen Stärken und Schwächen zu lenken, wie es die zweite Leitlinie beinhaltet.

2. Schülerinnen und Schüler in ihrer Selbstwahrnehmung schulen und ins Erwachsenenalter führen

Vom persönlichen Kleidungsstil über ein sehr übertrieben extrovertiertes (oder auch sehr zurückgezogenes) Individual- und Sozialverhalten bis hin zu inadäquaten Einschätzungen der jeweils eigenen Unterrichtsleistungen zeigen manche Schülerinnen und Schüler erhebliche Entwicklungsdefizite. Oftmals lassen sie einen entsprechenden „Trainingsbedarf“ für den angemessenen Umgang mit Grenzen erkennen. Hier ist von den Lehrenden gefordert, zunächst im Unterricht, im persönlichen Gespräch aber auch durch die Hinführung zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten den Schülerinnen und Schülern kontinuierlich Rückmeldungen über ihr jeweiliges Verhalten zu geben und sie mit den aus ihrem Verhalten resultierenden Konsequenzen zu konfrontieren. Eine bewusste Selbstreflexion soll ein stärker zielgerichtetes, motiviertes und letztlich „erwachseneres“ Handeln im Bildungsprozess ermöglichen. Damit ist die dritte und zentrale Leitlinie angesprochen.

3. Schülerinnen und Schüler zum selbständigen Lernen und Handeln ermutigen

Jemand, der reflektiert und selbstmotiviert handelt, ist auch in der Lage, seinen Lern- und Bildungsprozess entsprechend mitzugestalten. Die Lehrerschaft ermutigt die Schülerinnen und Schüler dazu. Eine Voraussetzung ist, ihnen Raum und Gelegenheit zu geben, sich zu erproben und zu betätigen. Der pädagogisch geschützte Freiraum der Schule ermöglicht es ihnen, dabei auch Fehler zu begehen, ohne gleich zu scheitern. Wer die Erfahrung macht, dass selbständiges Lernen und Handeln erfolgreich ist und Freude bereitet, wird wahrscheinlich auch in anderen Lebensbereichen die Verantwortung für sich selbst – und darüber hinaus auch für Andere – übernehmen. Hierfür sind Lehrer/-innen gefordert, die selbst in der Lage sind, in Freiheit und Eigenverantwortung zu lehren und zu handeln, um den ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schülern überzeugend und authentisch den geforderten Mut „zu selbständigem Lernen und Handeln“ zu vermitteln. Dies führt zur vierten Leitlinie.

4. Schülerinnen und Schüler unterstützen Schülerinnen und Schüler

Einige Hilfs- und Unterstützungssysteme „von Schülern für Schüler“ sind an der Ludwig-Erhard-Schule ansatzweise realisiert worden. Gemeinsames Lernen im Selbstlernzentrum und gegenseitige Hilfestellung bei Hausaufgaben sind Beispiele auf individueller Ebene. Bereits initiierte Beispiele auf Schulebene sind das schulformübergreifende Bewerbungsprojekt sowie die Mitwirkung bei der Vorbereitung und Durchführung des Tages der offenen Berufsschule. Selbstverständlich ist es wünschenswert, weitere Unterstützungsformen „von Schülern für Schüler“ zu etablieren. Dies setzt voraus, dass das Interesse der Schülerinnen und Schüler dafür geweckt und genutzt wird. Im optimalen Falle ist ein Unterstützungstransfer über unterschiedliche Schulformen hinweg denkbar, was zu einem vertieften Verständnis füreinander und zu einer Stärkung von Bindekräften untereinander führen kann.

Ludwig Erhard, Namensgeber unserer Schule, hat mit seinem politischen Wirken nicht nur die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des jungen Deutschland geprägt, sondern uns auch Ideen einer freiheitlich, demokratisch geprägten Bildung und Erziehung hinterlassen, die in das pädagogische Leitbild der Ludwig-Erhard-Schule eingeflossen sind.

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