30. Nov 2011 |
|
Die repräsentative Studie "JIM 2011 - Jugend, Information, (Multi-) Media" des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) untersuchte das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Grundsätzliche Erkenntnis: Jugendliche bewegen sich wie selbstverständlich im Netz und wiegen sich in Sachen Datenschutz in Sicherheit. Das Fernsehen hat im Online-Zeitalter dennoch nicht an Bedeutung verloren. Für viele bilden Communities, sogenannte soziale Netzwerke, ein digitales Zuhause, um zu kommunizieren und in Kontakt zu bleiben. 57 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer loggen sich täglich in ihre Community ein. Am häufigsten nutzen sie diese, um miteinander zu chatten und Nachrichten zu versenden. Aber trotz der großen Bedeutung des Internets verzichten Jugendliche nicht auf traditionelle Medien. Wie steht es mit dem Sicherheitsbewußtsein im Netz? Zwei Drittel der Jugendlichen sind der Ansicht, zum Thema Datenschutz insgesamt gut oder sehr gut informiert zu sein. Allerdings spiegelt sich diese subjektiv empfundene Kompetenz nicht bei allen im Handeln wider. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen gibt an, die AGB ihrer Community gar nicht gelesen zu haben. Drei Viertel von denjenigen, die die AGB zwar gelesen haben, geben zu, diese jedoch nur überflogen zu haben. Sind Jugendliche im Netz unterwegs, hinterlassen sie deutliche Datenspuren: 65 Prozent haben ein eigenes Foto oder ein Video von sich hochgeladen. Zwei Fünftel haben Bilder oder Filme von Freunden oder Familienangehörigen eingestellt. Die Angaben in der Community werden zunehmend vor dem Einblick Fremder geschützt: 79 Prozent haben in ihrem Profil eine Privacy-Option eingestellt, die den Zugriff Dritter einschränkt. Welche Bedeutung haben die traditionellen Medien? Trotz der großen Auswahl an Medienangeboten und der Präferenz für elektronische Medien wissen Jugendliche auch Print-Medien zu schätzen: 44 Prozent der Jugendlichen lesen regelmäßig Bücher und 42 Prozent Tageszeitungen. Auf die Frage, welchem Medium sie bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten glauben würden, schenken die Jugendlichen zu 40 Prozent der Tageszeitung das größte Vertrauen. Quelle: http://www.mpfs.de/?id=225 |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. November 2011 um 18:35 Uhr |









