07. Jul 2009 |
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Japan setzt auf Konsolenspiele in der Schule. Haben manche Schüler bisher ihre kleinen Spielekonsolen während des Unterrichts noch unter dem Tisch versteckt, dürfen sie in Japan ab 2010 die Geräte ganz offiziell auf den Tisch legen. Allerdings sehen die Schüler statt Pokémon und Freunden, Matheaufgaben auf den zwei Bildschirmen der Nintendo DS-Konsole. Sie soll ab dem nächsten Jahr offiziell als Lehrmittel an japanischen Schulen eingesetzt werden. Schüler und Lehrer waren nach einer Testphase begeistert. Ein weiterer Vorteil dieser Art des Lernens ist, dass man seinem digitalen Lehrer fast überall dabei haben kann, wenn man zum Beispiel auf den Schulbus wartet. Nach dem Computer hält jetzt also eine Spielkonsole Einzug in die Klassenzimmer. Sicher funktioniert das nicht nur in Japan sondern auch hier. Aber kann der Nintendo auch ein Schulbuch ersetzen? Lea Treese, Pressereferentin von Nintendo of Europe sagte dazu in einem Interview: „Der DS kann die Lehrbuchmaterialien nicht ersetzen. Es ist auch nicht beabsichtigt, die Kinder eine dreiviertel Stunde vor die Konsole zu setzen, aber der ergänzende Einsatz kann sehr gut funktionieren. Wir merken, dass die Schulbuchverlage ein riesiges Interesse an Programmen für den Nintendo DS haben und wir gehen auch mit unseren eigenen Produkten diesen Weg weiter.“ Dieses Konzept könnte also eine Erweiterung des E-Learnings werden und ist dabei auch deutlich kostengünstiger als eine Schulklasse mit PCs auszustatten. Vielleicht wirkt sich das Einsetzen solcher Lehrmittel auch positiv auf die Lernmotivation für die typischen „Hassfächer“ von Schülern aus. Oder die Übersättigung mit dem digitalen Spielzeug führt dazu, dass so manch ein Kind auch mal wieder freiwillig ein Buch in die Hand nimmt. |









