14. Jul 2009 |
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Bonn, 14.07.2009 Aus der Perspektive der Auszubildenden variiert die Qualität dualer Berufsausbildung in Deutschland beträchtlich. Mehr als die Hälfte der Auszubildenden (53 %) beurteilt die Qualität ihrer Ausbildung als "befriedigend". Jede/r Vierte (24 %) schätzt die Ausbildung als "gut" ein, jede/r Fünfte (21 %) dagegen nur als "ausreichend". Ein Prozent bewertet die Ausbildung als "mangelhaft". Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie "Ausbildung aus Sicht der Auszubildenden", für die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) rund 6.000 Auszubildende befragt hat. Die Auszubildenden im zweiten Ausbildungsjahr aus 15 dualen Ausbildungsberufen beurteilten eine Vielzahl von unterschiedlichen Qualitätsaspekten ihrer Ausbildung. Die Ergebnisse der BIBB-Studie sind veröffentlicht in der neuesten Ausgabe des BIBB REPORT, Heft 9/2009. Gute betriebliche Ausbilder/-innen - Kooperation der Lernorte verbesserungsbedürftig Die Berufsschulen punkten aus Sicht der Auszubildenden vor allem mit einem guten Klassenklima. Problematisch schätzen sie allerdings die materiellen Bedingungen an den Schulen ein. Oftmals würden Werkzeuge und technische Ausstattungen genutzt, die nicht auf dem neuesten Stand seien - die Betriebe schneiden hier viel besser ab. Auch kommt das Lehrpersonal in den Berufsschulen im Hinblick auf ihre fachlichen Qualifikationen sowie ihre Fähigkeit, Lerninhalte verständlich zu erklären, nach Meinung der Auszubildenden nicht an die von betrieblichen Ausbildern und Ausbilderinnen heran. Von allen untersuchten Qualitätsbereichen schneidet die Kooperation der Lernorte Betrieb und Berufsschule bei den Auszubildenden am schlechtesten ab. Die Arbeiten, die in den Betrieben auszuführen sind, werden nach Wahrnehmung der Auszubildenden "eher selten" in den Berufsschulen behandelt. Umgekehrt haben die Auszubildenden auch den Eindruck, dass sie die schulischen Lerninhalte oft nicht in den Betrieben anwenden können. Ausbildungsprojekte, die von Betrieben und Berufsschulen gemeinsam durchgeführt werden, stellen eher die Ausnahme dar. Vergleich von 15 Ausbildungsberufen: Bankkaufleute und Industriemechaniker vorn Die beiden am besten bewerteten Berufe - "Bankkaufmann/-frau" und "Industriemechaniker/-in" - sind dem Ausbildungsbereich "Industrie und Handel" zuzurechnen. Jedoch gibt es in diesem Bereich auch weniger günstig beurteilte Berufe wie zum Beispiel "Fachinformatiker/-in" und "Industriekaufmann/-frau". Die Berufe des Handwerks - zum Beispiel "Friseur/-in", "Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk" und "Maler -in und Lackierer/-in" - liegen im mittleren und unteren Bereich. Positiv ist, dass es keinen Beruf gibt, der von der Gesamtbeurteilung her sehr schlecht abschneidet. Weiterführende Informationen enthält der neue BIBB REPORT, Heft 9/2009: "Viel Licht - aber auch Schatten. Qualität dualer Berufsausbildung in Deutschland aus Sicht der Auszubildenden". Die Ausgabe kann im Internetangebot des BIBB kostenlos unter [www.bibb.de/bibbrepor](http://www.bibb.de/bibbreport heruntergeladen werden. Auskünfte im BIBB erteilt: Andreas Krewerth; Tel.: 0228 / 107-1110; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 14. Juli 2009 um 18:35 Uhr |









