26. Jun 2007 |
|
Im Rahmen des Physik-Praktikums des Beruflichen Gymnasiums der Ludwig-Erhard-Schule realisierten Schüler im Schuljahr 2005/2006 unterschiedliche Radiobausätze. Nachstehend schildern die verschiedenen Gruppen ihre Eindrücke und Erfahrungen.
Radiobau – Eine Alternative zum alltäglichen PhysikunterrichtIm Physikunterricht klärte uns unser Lehrer, Herr Walter, über die vielfältige Konstruktion eines Radios auf. In Gruppen aufgeteilt, erhielten alle ein unterschiedliches Schaltbild mit unterschiedlicher Funktionsweise eines Mittelwellenradios.
Wir erhielten ein Schaltbild mit veränderlicher Spule. Mit Lötkolben, Transistor, Kondensator, Batterie, Diode, Ohrhörer, Antenne und Spule machten wir uns an die Arbeit. Die Induktivität unseres Radios verändert man, indem ein Eisenstab verschieden weit in die Spule hineingeschoben wird, um den Sender klar und verständlich zu erreichen. Die Batterie ist notwendig um das Signal zu verstärken.
Selbstverständlich ist das Löten nicht nur eine Männerarbeit, sondern ist auch für Frauen zu bewältigen. Während die Jungs den Kupferdraht aufwickelten, löteten die Mädels fleißig und sauber. Mit Hilfe einer Anleitung bauten wir das Radio voller Elan zusammen, da es mal etwas anderes war als nur die trockene Theorie mit Formeln, Zahlen und Arbeitsblättern. Eine Vorkenntnis war zuvor trotz allem erforderlich. Das Verständnis der Anleitung war aufgrund unserer Vorkenntnisse recht leicht zu verstehen und sparte uns dadurch viel Zeit. Die Umsetzung von der Theorie in die Praxis lief einwandfrei. Umso weiter die Arbeit voranging, desto größer war die Erwartung auf das Funktionieren des Radios. Diese Erwartung wurde erfüllt. Das Radio lief. Wir hörten den Sender AFN (American Forces Network), der am stärksten zu hörende Mittelwellensender im Rhein-Main-Gebiet. Sogar eine Anbringung von Aktivboxen statt Ohrhörer war möglich. Die ganze Klasse konnte unseren Erfolg mithören.
Autoren: Elli & Hoa (& Metin)
Radiobau mit HindernissenDer Bau der Spule entpuppte sich als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Es war nämlich sehr kompliziert den Draht eng genug zu wickeln. Marit, Ina & Natalie (die uns leider verlassen hat) bewältigten die Arbeit dennoch nach etlichen Stunden mit Bravour! Kristof, Metin & Vigan die mehr für das Grobe waren, haben sich der Versenkung der Reißnägel in die Spanplatten angenommen. Anschließend gaben sie sich recht viel Mühe die Kabel und die anderen Bauteile bauplangemäß anzulöten. Es war jedoch nicht immer leicht den Bauplan richtig zu interpretieren und so mussten des öfteren angelötete Bauteile wieder abgelötet und neu montiert werden.
Die Besonderheit unseres Radios ist, dass es sich um ein Radio mit Drehkondensator handelt.
Mit diesem Bauteil ist es möglich verschiedene Sender einzustellen. Allerdings waren nur zwei Sender zu empfangen. Der Empfang war jedoch nicht so herausragend, aber es funktionierte immerhin!
Autoren: Marit, Kristof, Vigan, Ina, Metin
Lidl - Radio Bausatz MW/UKWDer Radiobausatz war mit Hilfe der beigelegten Anleitung ziemlich unmöglich zu bauen.
Dementsprechend blieb uns nach kurzer Zeit nichts anderes übrig, als uns anhand des Bildes auf der Verpackung und unserer physikalischen Vorkenntnisse dem Bau scheinbar planlos zu widmen. Als wir unser Projekt beendet hatten und es testen wollten, bemerkten wir die unvorhersehbare Kleinigkeit, dass wir leider vier Batterien benötigten, welche leider nicht dem Bausatz beigefügt waren und uns somit nicht zur Verfügung standen.
Als wir es dann endlich geschafft hatten, welche zu besorgen, fielen uns einige Mängel auf.
Der Ohrhörer wies keine Funktion auf und auch ließ sich das Radio nicht auf Mittelwelle umschalten, aber ansonsten hat alles funktioniert.
Fazit: Dieses schwer zu bewältigende Projekt mit einer schier unmöglich zu verstehenden Anleitung ist nur mit viel Improvisation und Erfindungsgeist zu schaffen.
Autoren: Alex & Bahleby
Das einfachste Radio – Das SpulenradioDas Spulenradio, auch Detektorempfänger genannt, ist die einfachste Form eines Radios. Über Jahrzehnte hin hat das Spulenradio nichts von seiner Magie verloren, da es die einzige Möglichkeit ist, Radio ohne Batterie zu hören.
Dieses Radio, das die Hochfrequenz-Energie von Mittelwellensendern empfängt, demoduliert die Frequenz so, dass sie hörbar wird. Eine Batterie kann zum Verstärken des Signals eingesetzt werden, ist aber ansonsten nicht erforderlich. Mit wenigen Bauteilen kann man so ein Radio bauen. Als Bauteile verwendeten wir Widerstände, eine Diode, Transistoren, Kondensatoren, Ohrhörer, eine Batterie und eine Spule. Ein Teil der Gruppe wickelte den Kupferdraht auf eine Plastikhülse, welche später als veränderbare Spule diente. In dieser Spule befand sich ein Ferritkern. Durch Verschieben dieses Kernes können dann normalerweise verschiedene Mittelwellensender empfangen werden, da sich die unterschiedliche Induktivität auf den Schwingkreis auswirkt, der aus der Spule und einem parallel geschalteten Kondensator besteht. Wir konnten allerdings nur den funkstärksten Sender empfangen, und zwar AFN-Radio.
Autoren: Moneeb, Peter, Philipp, Kai
|
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Juni 2007 um 12:30 Uhr |










