01. Jul 2010 |
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Ein halbes Jahr lang paukte die Klasse UBK (Bürokaufleute im ersten Ausbildungsjahr) freitags, 5./6. Stunde, Vertragsrecht an der Ludwig-Erhard-Schule. Zum Schuljahresende forderte die Klasse: Schluss mit Theorie, wir wollen zum Gericht! Hauptverhandlungen in Strafsachen sind in der Regel öffentlich. Da aber häufig mehrere Schulklassen am selben Tag eine Exkursion zum Amtgericht planen, wird dringend empfohlen, den Besuch mindestens einen Monat vor dem gewünschten Termin anzumelden. Das Anmeldeformular findet man auf der Homepage des Amtsgerichtes. Am 18. Juni war es endlich soweit: Die Schülerinnen und Schüler der UBK trafen sich alle pünktlich um 8:45 Uhr vor dem Gerichtsgebäude in der Heiligkreuzgasse. So war noch genügend Zeit, um die aufwendige Eingangskontrolle zu passieren und den Sitzungssaal 15 im Gebäude E zu suchen.
War es Zufall, dass die UBK zu einer Hauptverhandlung eingeteilt wurde, in der gegen einen Bürokaufmann (erstes Ausbildungsjahr) wegen Diebstahl verhandelt wurde? Da der Angeklagte geständig war, konnte die Richterin die Beweisaufnahme sehr schnell abschließen. Nach den Plädoyers von Staatsanwalt und Verteidiger wurde das Urteil im Namen des Volkes verkündet, das einige Schüler/innen als zu milde empfanden. Die Klasse besuchte noch eine weitere Hauptverhandlung zur Strafsache Unterschlagung von PKWs. Dabei wurde mehrmals erörtert, wer Besitzer und / oder Eigentümer der PKWs sei. Sicher dachte in diesen Momenten nicht nur die Lehrkraft an den Rechtsunterricht in der Ludwig-Erhard-Schule. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 17:04 Uhr |









von Martina Hartmann
