02. Dez 2008 |
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"Verständnis für Europa wecken"Das Thema Europa kommt an den meisten Schulen im Unterricht zu kurz, es wird eher abstrakt und wenig lebensnah behandelt. Dies zu ändern, war Ziel des bundesweiten EU-Projekttages an Berufsschulen, der Anfang Mai im Rahmen der Europawoche stattfand. Michael Neugart, Geschäftsführer des Maschinenbauunternehmens Polar Mohr, diskutiert im Rahmen des Projekttages mit Berufsschülern der Ludwig-Erhard-Schule Höchst über die Europäische Union und ihre Auswirkungen auf seinen Betrieb. Das Maschinenbauunternehmen Polar Mohr agiert weltweit, etwa die Hälfte seiner Schneidmaschinen für die grafische Industrie setzt der Hofheimer Global Player in der EU um. Michael Neugart, Geschäftsführer des Unternehmens, erklärte den Höchster Berufsschülern in seinem Vortrag, wie die Einführung des Euro sein Exportgeschäft beeinflusst hat und wie Polar Mohr es schafft, sich mit seinen innovativen Produkten weltweit gegen die asiatische und amerikanische Konkurrenz zu behaupten. Unter anderem habe die EU-Osterweiterung dazu geführt, dass Tschechien derzeit zu einem der umsatzstärksten Märkte für seine Maschinen geworden sei, sagte Neugart. Zudem entsende Polar Mohr seine jungen Fachkräfte für mehrere Monate ins Ausland, damit sie nicht nur eine andere Arbeitswelt kennenlernen, sondern auch ihr Englisch verbessern und mehr Berufserfahrung sammeln. "Bereits in der Schule muss bei jungen Menschen das Interesse und das Verständnis für Europa geweckt werden", erläuterte Neugart, der auch Mitglied im IHK-Außenwirtschaftsausschuss ist, sein Engagement beim EU-Projekttag. Denn etwa 80 Prozent der Gesetzgebung, die Menschen in ihrem täglichen Leben und die Unternehmen in ihrem wirtschaftlichen Handeln betreffen, würden bereits heute aus Brüssel beeinflusst.Die Industrie- und Handelskammern haben mit diesem bundesweit durchgeführten "EU-Projekttag an Berufsschulen" einen Beitrag zur deutschen EU-Ratspräseidentschaft sowie zur Verbesserung des Verständnisses über die EU und der Aktzeptanz des europäischen Integrationsprozesses geleistet. Gleichzeitig wollen die IHKs mit dieser Aktion die Kooperation mit den schulischen Partner in der dualen Berufsausbildung weiter fördern und vertiefen. Quelle: IHK WirschaftForum 07-08 | 07; Autorin: Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin IHK Frankfurt, Aus- und Weiterbildung |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Dezember 2008 um 15:39 Uhr |










"Bereits in der Schule muss bei jungen Menschen das Interesse und das Verständnis für Europa geweckt werden", erläuterte Neugart, der auch Mitglied im IHK-Außenwirtschaftsausschuss ist, sein Engagement beim EU-Projekttag. Denn etwa 80 Prozent der Gesetzgebung, die Menschen in ihrem täglichen Leben und die Unternehmen in ihrem wirtschaftlichen Handeln betreffen, würden bereits heute aus Brüssel beeinflusst.