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02.
Mai
2008
SP3 für Office 2003 verweigert das Öffnen älterer Dateiformate PDF Drucken E-Mail

Nach Installation des Service Pack 3 (SP3) für Office 2003 weigert sich MS Office, viele ältere Dateiformate zu öffnen. Das lässt sich allerdings rückgängig machen.
Das SP3 für Office 2003 wurde Mitte September vergangenen Jahres veröffentlicht. Microsoft erklärt dazu, dass das Update-Paket eine ganze Reihe älterer Dateiformate aus Sicherheitsgründen ausschließt. "Einige ältere Dateiformate, darunter auch verschiedene von Microsoft, sind unsicher und entsprechen nicht neuen Angriffsvektoren, die Hacker verwenden können, um Schadcode auszuführen", sagt Tapara, ein Microsoft-Verantwortlicher. "Die Entscheidung, diese Formate zu blockieren, dient einzig dem Schutz Ihres Rechners."
Diese Angabe hat Microsoft inzwischen korrigiert. Wie der US-IT-Dienst Cnet meldet, hat Microsoft nun offiziell erklärt, dass nicht die Dateiformate unsicher sind, sondern der Parsing-Code von Office 2003 weniger sicher sei, der Dateiformate liest und schreibt.

Nach Einspielen des SP3 weigern sich Office 2003 und dessen Einzelkomponenten Word, Excel und PowerPoint 2003 unter anderem, ältere Office-Formate und Dateien aus den älteren Tabellenkalkulationen "Lotus 1-2-3" und Corel "Quattro Pro" sowie dem Grafikprogramm "Corel Draw" zu öffnen. Insgesamt werden 24 Formate ausgeschlossen.
In einem Knowledge-Base-Dokument verrät Microsoft, wie man durch Ändern der Windows-Registry bei Bedarf den Zugriff auf diese Dateitypen wieder ermöglichen kann.
Hier werden vier Dateien zum Download angeboten, die jeweils unter Excel, Word, PowerPoint und CorelDraw den Zugriff auf die betreffenden Dateiformate reaktivieren. Zusätzlich hat Microsoft den Beitrag dahingehend aktualisiert, dass nun dort genauer erläutert wird, wieso das SP 3 für Office 2003 den Zugriff auf die Dateiformate blockiert.

Der Microsoft-Experte Tapara rät in einem Blog-Eintrag stattdessen dazu, ältere Dateien gleich massenhaft in das aktuellste Office-Format Office Open XML zu konvertieren. Microsoft biete dafür im Rahmen des Office Migration Planning Manager (OMPM) passende Tools an, die auch die ursprünglichen Dokumente unverändert ließen.

 

Ergänzender Hinweis f. Administratoren:

 Die Verbreitung des SP3 für Office 2003 wird ab dem 27. Februar über Microsoft Update, einem vergleichbaren Service wie Windows Update, erfolgen. Voraussetzung ist, dass Microsoft Update so eingestellt ist, dass der automatische Download und die Installation von Updates gewünscht ist.  Zudem weist Microsoft darauf hin, dass das SP3 nach und nach ab dem 27. Februar verbreitet wird und somit nicht zeitgleich bei allen Kunden über Microsoft Update erhältlich sein wird.
Administratoren, die die Installation des SP3 nicht wünschen, müssen die Autoupdate-Funktion von Microsoft Update deaktivieren. Dies ist bereits bei der Standardeinstellung der Fall.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 02. Mai 2008 um 16:19 Uhr
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