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25.
Feb
2012
Wie sicher ist Ihr PC? PDF Drucken E-Mail
Viren,Trojaner, Phishing - alles inzwischen keine unbekannten Begriffe mehr auch für den normalen PC-User.
Virenwarnungen laufen täglich über den Ticker und haben schon ihren Weg in die Welt der Nachrichten gefunden.
Dennoch sind im Internet eine Vielzahl von Heim-PCs unterwegs, die es Hackern einfach machen, da in ihrem System (meist Microsoft Windows-Versionen) unerkannt "Türen" (Ports) offen stehen.

Vorab noch ein paar Fakten zum Thema IT-Sicherheit (Quelle:Symantec Intelligence Report: January 2012) die Sie motivieren sollten, Ihr PC-Sicherheitskonzept zu überprüfen:

  • Spam - mehr als 69 Prozent der weltweit versandten E-Mails sind Spam, also unerwünschte Mails mit Werbung, Phishing-Anfragen oder Viren;
  • Phishing – 1 von 370 Emails sind Phishing-Emails;
  • Malware – 1 von 295 Emails enthält Malware;
  • Gefähliche Websites – 2.102 Websites werden pro Tag geblockt;
  • ein Computer ohne Virenschutz wird schon in den ersten zehn Minuten im Internet mehrfach angegriffen und infiziert;
  • nur etwa jedem Fünften Computernutzer ist bewusst, dass die Antiviren-Software mehrfach täglich aktualisiert werden muss;
  • Baukästen für Schadprogramme sind im Internet schon für 1000 Dollar zu kaufen;
  • die meistgehandelte Ware auf Untergrund-Servern sind Kreditkarten- Informationen mit einem Anteil von rund 20 Prozent;
  • Europa hat nach Erkenntnissen des Sicherheitssoftware-Spezialisten Symantec die höchste Konzentration sogenannter Bot-Rechner - Computer, die ohne Wissen ihrer Besitzer von Internet-Kriminellen kontrolliert werden;

 

Wie es mit den Sicherheitseinstellungen Ihres PCs aussieht und ob und welche Ports an ihrem PC offen stehen, können Sie mit einem Online-Scan Ihrer TCP-Ports in Erfahrung bringen, und so die Anfälligkeit Ihres Systems für potenziellen Hackerangriffe zu prüfen.
Dieser Test kann Ihnen Aufschluss darüber geben, ob Sie durch eine Firewallt geschützt sind und die Konfiguration Ihrer Firewall den Sicherheitsansprüchen genügt.

Netzwerkscan (heise Security)

Voraussetzung: Ihr Computer sollte nicht über einen Proxy-Server mit dem Internet verbunden sein, ansonsten beziehen sich die Ergebnisse auf den Proxy-Server und geben keinen Aufschluss über die Sicherheit Ihres Systems.

Wenn Sie live mehr über Ihre eigenen Ports und Verbindungen wissen wollen:

Start > Ausführen > cmd.exe mit Return bestätigen


Dann im erscheinenden DOS-Fenster folgendes eingeben und mit Return bestätigen:

netstat -an


Jetzt sehen Sie alle Verbindungen, die gerade auf Ihrem Rechner gehalten werden. Zudem sehen Sie die offenen Ports; Sie erkennen sie am Status "Abhören".

Weitere nützliche Sicherheitsüberprüfungen und Sicherheitstipps bieten die folgenden Links:
PC Security Test 2007
Sicherheitscheck
SecurityCheck.ch
Trend Micro HouseCall: Kostenloser Virus und Spyware Online-Scanner
empfohlen von: PC-Welt - 6 kostenlose Online-Scanner im Test

Wie mache ich meinen PC sicherer?

Sinnvoll ist es natürlich, es erst gar nicht zu einem Schaden kommen zu lassen und Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. Fachleute empfehlen Ihnen folgende Massnahmen zum Schutz Ihres PCs:
  • Internetfirewall installieren
    Diese Software funktioniert wie ein digitaler Schutzwall um Ihren PC und kontrolliert die Kommunikation zwischen dem Computer und dem Internet.
  • Computerupdates downloaden
    Setzen Sie immer eine möglichst aktuelle Version des Betriebssystems und der Anwendungsprogramme ein. Alle Software-Hersteller veröffentlichen regelmäßig Aktualisierungen (Patches), die orhandene Fehler korrigieren und potenzielle Sicherheitslücken schließen. Diese Patches sollten schnellstmöglich nach der Veröffentlichung installiert werden.
  • Antivirensoftware installieren
    Verwenden Sie ein Antiviren-Programm, und aktualisieren Sie es regelmäßig. Tests und Empfehlungen von guten Schutzprogrammen werden regelmäßig in Computerzeitschriften der im Internet veröffentlicht.
  • regelmäßige Datensicherung
  • Als Benutzer mit eingeschränkten Rechten im Internet surfen
    Am Wichtigsten wird wohl sein, immer mit einem Windows User-Profil mit eingeschränkten rechten zu surfen. Das Problem der meisten Internet-Benutzer ist nämlich, dass sie immer mit Administratorrechten im Internet surfen, somit haben es Schadprogramme dementsprechend leicht, sich tief in das System einzunisten.
  • Überflüssige Windows-Dienste abschalten
    Als nächstes sollten Sie alle ungenutzten Windows Dienste abschalten. Wer sich hier nicht auskennt, sollte sich bei www.windows-tweaks.info umschauen, dort gibt es Infos zu diesem Thema. Wer weiß, was er tut, findet die Windowsdienste unter Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Dienste. Dort kann man sämtliche Dienste aktivieren bzw. deaktivieren.
    Ein hervorragendes Tool, das Ihnen beim Abschalten behilflich ist, ist Security & Privacy Complete

 

Was kann ich bei einem Virenbefall machen? - 

Der (für Privatanwender kostenlose) Virenscanner AntiVir von Avira schützt das laufende System. Im Falle einer Virusinfektion sollte zwecks Desinfektion jedoch ein nicht infiziertes Betriebssystem gebootet werden, um auch jede Datei mit Virenbefall zu erfassen. Dafür hat Avira eine Lösung und bietet die AntiVir Boot-CD an, die man wahlweise brennen oder als ISO-Datei ablegen kann. Neben einem kleinen Linux-System enthält die CD den jeweils aktuellen AntiVir-Scanner, sodass vom absolute sauberen System gestartet und die Festplatte gescannt werden kann.

Eine kostenlose Alternative bietet AVG Technologies, die die neue Version 8.0 der kostenlosen Sicherheitssoftware AVG Anti-Virus Free veröffentlicht. Die neue Version schützt nun auch vor Spyware. AVG Anti-Virus Free 8.0 ist für den privaten und nicht-kommerziellen Gebrauch auf Einzelplatz-PCs für Windows 2000, XP und Vista entwickelt worden. 

Sollte Sie einer Datei nicht trauen, obwohl Ihr Virenscanner nicht anspricht, haben Sie mit Jottis Malwarescanner einen kostenlosen Online-Dienst, mit dem man verdächtige Dateien mit mehreren Antivirus-Programmen überprüfen kann. Die verwendeten Scanner sind Linux-Versionen. Aufgrund von Implementierungsunterschieden sind Abweichungen in der Erkennung gegenüber den jeweiligen Windows-Versionen der Scanner möglich. Die maximale Dateigröße beträgt 25MB. Hochgeladene Dateien werden Antivirus-Herstellern zur Verbesserung ihrer Produkte zur Verfügung gestellt.

Wie können Sie sich am besten schützen?
Symantec gibt den Internetnutzern 6 Regeln mit auf den Weg:
1. Protect yourself: schützen Sie sich mit einer modernen Sicherheitssoftware
2. Keep up to date: halten Sie Ihre Virensignaturen bzw. Sicherheitssoftware täglich, wenn nicht sogar stündlich auf dem neusten Stand
3. Know what you are doing: seien Sie vorsichtig in der Nutzung vonDateien und Programmen aus dem Internet
4. Use an effective password policy: verwenden Sie komplexe Passwörter mit Groß- und Kleinbuchstaben und Sonderzeichen und ausreichender Länge 
5. Think before you click: öffnen Sie niemals Email-Anhänge von Absenden, die Sie nicht kennen bzw. nicht vertrauen
6. Guard your personal data: publizieren Sie im Internet (z.B. soziale Netzwerke) so wenig persönlichen Daten wie möglich.

vertiefende Infos:
Deutschland sicher im Netz e.V.
Grundlagen der Computer- u. Netzwerksicherheit

TrendLabs MalwareBlog
Trojaner-Info

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 25. Februar 2012 um 13:19 Uhr
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