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VORBEREITUNG DER KOMMUNALWAHL IM POLITIKUNTERRICHT DER BÜA-KLASSE 10BF09
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buecherwurmDas berufsschulische Bldungsangebot der Ludwig-Erhard-Schule wird abgerundet und erweitert durch die Vollzeitbereiche Fachoberschule und verschiedene Formen der Berufsfachschule (s. Schulformen).

Diese Schularten bieten innerhalb der Ludwig-Erhard-Schule einerseits die Erreich­barkeit fast aller Schulabschlüsse und betonen andererseits den Zusammenhang zwischen berufsbezogenen und allgemeinbildenden Ausbildungsinhalten im Sinne eines in sich schlüs­sigen Konzepts von beruflicher Bildung.

Dabei wird der Theorie-Praxis-Bezug gefördert durch das Nebeneinander von beruflicher Ausbildung in der Berufsschule und wirtschaftsbezogenen Vollzeitschulen und den Einsatz vieler Lehrkräfte im Unterricht in beiden Bereichen.

Ein derartig breit gefächertes Bildungsangebot erfordert die Kompetenz aller Lehr­kräfte und ein wohldurchdachtes Konzept, um Ihnen berufliche und berufsübergreifende wirtschaftliche Zusammenhängen zu vermitteln und gleichzeitig ein qualitativ attraktives Angebot auf dem Gebiet der modernen Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) und Naturwissenschaften zu ermöglichen.

Verschaffen Sie sich in diesem Bereich unserer Website einen Überblick über die unserem Bildungsangebot zugrundeliegenden Konzepte.

 Die zentrale Aufgabe und Ziel der Reflexionsgespräche ist die Konfliktbearbeitung und Konfliktbewältigung.

Dabei wird darauf geachtet, dass eine Gesprächssituation geschaffen wird bzw. vorhanden ist, welche ein offenes und ehrliches Gespräch ermöglicht. D.h. es ist kein Lehrer/-in /Schüler/-in -Verhältnis im klassischen Sinne, sondern eine Beratungssituation. In dem Gespräch sollten sich der/die Schüler/-in akzeptiert und als gleichwertiges Gegenüber ernstgenommen fühlen.

Die Reflexionsgespräche verfolgen folgende Ziele:

  • Der/die Schüler/-in sollen ihr eigenes Verhalten in dem Konflikt reflektieren und die eigenen Anteile an dem Konflikt erkennen.
  • Es sollen Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden, die von der Schüler/-in eigenverantwortlich angegangen werden können (z.B. Gespräch mit dem Lehrer; Beachtung von Anweisungen etc.).
  • Um die Lebenswelt des/der Schülers/-in besser erfassen zu können und den gegenwärtigen Konflikt einordnen zu können, sollte in Erfahrung gebracht inwiefern Probleme in anderen Lebenszusammenhängen bestehen.
  • Das Gespräch sollte den/die Schüler/-in dazu führen, sich der eigenen Situation zu stellen und die Handlungskompetenzen / -Handlungsmöglichkeiten besonders in Konfliktfällen zu erweitern.

Das Reflexionsgespräch verzichtet auf Sanktionen des/der Schülers/-in. Der Schwerpunkt des Gespräches liegt auf der Reflexion des Geschehenen und die weiterführende Beratung. Sofern Sanktionen notwendig sind, werden sie von Fachlehrer/-in, Klassenlehrer/-in oder der Schulleitung ausgesprochen.

Anlässe für eine Aufforderung zu einem Reflexionsgespräch sind:

  • Heftige Konflikte zwischen Lehrer/-in und Schüler/-in oder Schüler/-in und Schüler/-in, die eine Fortsetzung des Unterrichts erschweren
  • Verunglimpfung und Beleidigung von Mitschülern/-innen und/oder Lehrer/-in.
  • Leichte Gewalt gegen Personen und Sachen
  • Fortgesetzte Unterrichtsstörung, die trotz Ermahnung nicht unterlassen wird.

Keine Anlässe sind:

  • Verspätungen/ Fehltage
  • Vergessene Unterlagen
  • Handynutzung

Bei einer Verweigerung des Gesprächs ist der Schüler auf Konsequenzen hinzuweisen. In diesem Fall ist die Diskussion einzustellen und auf nach den Unterricht zu verlegen. Die unterrichtende Lehrkraft entscheidet, ob der Schüler den Raum verlassen muss.

Nachbereitung:

Der/die in zum Reflexionsgespräch auffordernde Lehrer/in wird kurz über das Gespräch und das weitere Vorgehen informiert.

Der/die Kollege/-in, die das Gespräch geführt hat, informiert sich nach einigen Tagen (max. 1 Woche) über das weitere Verhalten des/der Schülers/-in bzw. wird von dem/der Schüler/-in informiert. Dies verstärkt die Bedeutung des Reflexionsgespräches und signalisiert ein Ernstnehmen des Vorgefallenen.

Falls es notwendig, wird ein weiteres Reflexionsgespräch festgelegt, um die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung zu unterstreichen.

Falls das Ergebnis des Reflexionsgespräches nicht befriedigend ist und die Form des Gespräches keine nachhaltige Veränderung bewirkt, werden weitere Schritte in Erwägung gezogen z.B.:

den Fall in einem erweiterten Kreis, der dann festzulegen ist ( Fachlehrer/-in, Klasssenlehrer/in , Berater/in, Eltern), zu besprechen.

Die Angelegenheit in der Klassenkonferenz zu besprechen

Die Schulleitung über den Fall zu unterrichten und weiteres Vorgehen mit ihr zu besprechen.

Organisatorisches:

Eine ‚Reflexionsbereitschaft‘ wird von Montag – Freitag von der 3. – 6. Stunde von den Mitgliedern der Reflexionsraumgruppe übernommen.

Ein Bereitschaftsplan hängt aus und wird jedem Kollegen ausgehändigt. Darauf ist angegeben, wer Bereitschaft hat und wo der/die Kollege/-in sich in dieser Zeit aufhalten. Der/die Kollege/-in ist in dieser Zeit nicht für Vertretungszwecke einzusetzen.

Der Raum 119 steht für Reflexionsgespräche zur Verfügung und wird dazu entsprechend ausgestattet und eingerichtet. Die Gespräche können aber auch an anderen geeigneten Orten/Räumen stattfinden.

Die Schüler erhalten von dem schickenden Lehrer einen kurzen Laufzettel für das Reflexionsgespräch, der nach erfolgtem Gespräch abgezeichnet wird.

Nur wenige Angaben werden zu Beginn des Gespräches abgefragt: Name, Klasse, Lehrer/in, die/der zum Reflexionsgespräch aufgefordert hat, Klassenlehrer/in und evtl. Alter.

Es ist sinnvoll Notizen über den Verlauf des Gespräches sind für die Nachbereitung anzulegen, die aber weder weitergegeben noch irgendwo dokumentiert wird.

Die Reflexionsraum-Begleitschreiben werden alphabetisch in einem Ordner, welcher im RR aufbewahrt ist, abgeheftet.

Herr Ebelt organisiert die Datenbank auf Exel-Basis.

Das Trainingsraum-Programm wurde erstmals im Jahr 1994 vom Sozialarbeiter Edward E. Ford in Phoenix, Arizona entwickelt. Es wird dort "Responsible Thinking Program” genannt. Somit wäre die Bezeichnung „Programm für eigenverantwortliches Denken in der Schule“ eine zutreffende, verständlichere Übersetzung. Das Trainingsraum-Programm soll Störaktionen in der Klasse eingrenzen.

Gegenseitiger Respekt und ein demokratisches Grundverständnis sind Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Durchführung des Programms.

  • Die lernbereiten Schüler sollen geschützt und ihnen ein entspannter, ungestörter und qualitativ guter Unterricht angeboten werden.
  • Häufig störende Schüler sollen Hilfen angeboten bekommen, die darauf ausgerichtet sind, ihr Sozialverhalten zu verbessern und die notwendigen sozialen Schlüsselqualifikationen zu erlangen.

Diese Hilfestellung, also ein Training der sozialen Schlüsselqualifikationen, erfolgt in einem eigens dafür vorgesehenen Raum, dem „Trainingsraum“ („Responsible-Thinking Classroom“). FORD und VENTIS (1999) betonen, dass das Trainingsraum-Programm dazu da ist, um eine Atmosphäre des gegenseitigen Respekts zu schaffen. Der gegenseitige Respekt ist also eine Maxime des Trainingsraum-Programms.

Für die Klassensituation leiten sich daraus folgende drei Rechte ab, die einzuhalten sich alle Beteiligten (Schüler und Lehrer) verpflichten:

  • Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht ungestört zu lernen.
  • Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat das Recht ungestört zu unterrichten.
  • Jede/r muss stets die Rechte der anderen respektieren.

Daraus folgt: Man ist bereit sich an Regeln zu halten und die eigene Freiheit innerhalb der Gruppe einzuschränken, wenn man dadurch die gewünschte Gerechtigkeit und Sicherheit erzielen kann. Dem Lehrer kommt dabei die Pflicht zu, die Einhaltung der Regeln zu beaufsichtigen. Laut BALKE (2001) muss für den Aufbau des Trainingsraum-Programms eine Hierarchie von erwünschten Zielen definiert werden.

Eine ausführliche Beschreibung des Trainingsraumkonzeptes finden Sie hier.