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VORBEREITUNG DER KOMMUNALWAHL IM POLITIKUNTERRICHT DER BÜA-KLASSE 10BF09
Neu an der LES!
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Um die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Erhard-Schule (LES) angemessen auf die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag am 26.September 2021 vorzubereiten, organisierte Ronny Schmidt, der Fachkonferenzleiter Politik, eine Podiumsdiskussion: Sechs Politiker/-innen waren zu Gast in der Schulturnhalle, um über das Wahlprogramm ihrer Partei zu sprechen und junge Wählerinnen und Wähler für sich zu gewinnen.

Am 15. September 2021 begrüßte die Ludwig-Erhard-Schule Vertreterinnen und Vertreter der Politik zur dritten Podiumsdiskussion der Schule.

An der Veranstaltung nahmen drei Klassen der Fachoberschule und drei Klassen der Berufsschule teil. Alle Jugendlichen hatten sich zuvor mit ihren Politiklehrkräften auf im Wahlkampf relevante Themen vorbereitet und einen Katalog an Fragen erstellt, die sie an die Politikerinnen und Politiker richten wollten. Um sich den Fragen zu stellen, waren erschienen: Dr. Achim Kessler (Die Linke), Deborah Düring (Bündnis 90/Die Grünen), Armand Zorn (SPD), Axel Kaufmann (CDU), Frank Maiwald (FDP) und Joana Cotar (AfD).

20210926 Wahl 2In seiner Eröffnungsrede erinnerte der Schulleiter Bernhard Friedrich an den Besuch des damaligen Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel, der im Rahmen des Bürgerdialoges 2015 zu Gast an der LES war, um zu erfahren, welche Forderungen junge Menschen an die Politik der Zukunft stellen. Der Minister lobte bei seinem Besuch das Engagement der LES für die politische Bildung ihrer Schülerschaft und nahm dem Schulleiter das Versprechen ab, regelmäßig Podiumsdiskussionen an die Schule zu holen.

So war es den Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs Politik ein Anliegen, die geplante Veranstaltung trotz der noch immer anhaltenden Pandemie-Bedingungen durchführen zu können. Daher überlegten sie sich ein gesondertes Hygienekonzept: Die traditionell im Foyer der LES stattfindende Veranstaltung wurde in die Schulturnhalle verlegt, so dass Gedränge durch die Weitläufigkeit und separate Ein- und Ausgänge vermieden werden konnte. Darüber hinaus galten eine 3-G-Regelung und Maskenpflicht während der Podiumsdiskussion.

Zu Beginn der Diskussionsrunde um 11:30 Uhr stellte Fachbereichsleiter Ronny Schmidt zunächst seine Co-Moderatorin, die Berufsschülerin Imane Adda, vor und bat die Vertreterinnen und Vertreter der Parteien, sich im Rahmen eines maximal dreiminütigen Vortrages kurz vorzustellen und darzulegen, welche Themen ihnen im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl besonders am Herzen liegen.

Der Großteil der eingeladenen Politiker/-innen zeigte sich bei der Vorstellung sehr schülernah und demonstrierte glaubwürdiges Interesse daran, zu erfahren, wem sie eigentlich gegenüber sitzen. So war es nicht verwunderlich, dass die anwesenden Schülerinnen und Schüler nicht nur aufmerksam verfolgten, was die Politiker/-innen zu Themen wie Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Steuern oder Klimaschutz zu sagen hatten, sondern durch ihre Nachfragen auch echtes Interesse an den Wahlprogrammen zeigten. N

aturgemäß verlief die politische Diskussion nicht immer in ruhigen Bahnen – Auseinandersetzungen und verbale Spitzen gegenüber anderen Parteien gehören seit jeher zum politischen Diskurs. Stellenweise hitzig wurden die Auseinandersetzungen zwischen dem linken Flügel der Runde und der AfD als es um die Frage ging, ob eine Partei, die sich nicht selten in der Kritik sieht, undemokratisch und rassistisch zu sein, überhaupt in Schulen eingeladen werden sollte. Eine Frage, die sich auch die Fachbereich-Konferenz Politik natürlich im Vorfeld der Veranstaltung gestellt hat. Der Vertreter der FDP, Frank Maiwald, beendete die durch Deborah Düring (Bündnis 90/Die Grünen) losgetretene Diskussion eindrucksvoll im Schüler-Jargon mit den Worten „Gut, dass die AfD hier ist! So kann jeder sehen, was für einen Bullshit sie labern.“

„Es ist das Ziel politischer Bildung, junge Menschen dazu zu befähigen, sich eigenständig mit Positionen der einzelnen Parteien auseinanderzusetzen und daraus resultierend eine rational begründete Wahlentscheidung zu treffen“, betonte Organisator und Politiklehrer Ronny Schmidt und lobte die Schülerinnen und Schüler der LES im Anschluss an die Veranstaltung für ihr Interesse und ihr sachliches Nachfragen. Diesem Lob schlossen sich auch einige Politiker/-innen aus der Runde an.

Wie gut die Veranstaltung aufgenommen wurde, zeigte sich auch nach deren offiziellem Ende: Viele Jugendliche blieben noch und nutzten die Gelegenheit, den Vertreterinnen und Vertretern der Parteien weitere Fragen zu einzelnen Punkten des Parteiprogramms zu stellen.