Am 1. Oktober 2025 fand das alljährliche Schulsportfest der Ludwig-Erhard-Schule (LES) statt: Bewährte Angebote, die sich in den vergangenen Jahren großer Beliebtheit erfreut hatten – darunter Bachata, Tischtennis oder American Football – wussten ebenso zu begeistern wie der neue Workshop „Internationale Tänze“.

An der LES wird Bewegung seit jeher als wesentlicher Bestandteil ganzheitlicher Bildung verstanden. Neben dem regelmäßigen Sportunterricht in allen Schulformen ist das große Schulsportfest vor den Herbstferien ein fester und geschätzter Bestandteil des Schuljahres. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten zu eröffnen, sportliche Aktivitäten unabhängig vom individuellen Fitnessniveau zu erleben. Entsprechend breit gefächert präsentierte sich auch in diesem Jahr das Angebot, das mit großem Engagement von den Sportlehrerinnen und -lehrern organisiert wurde.
Neben klassischen Mannschaftssportarten und Wettkämpfen wie Zweifelderball, Tischtennis oder American Football, die Teamgeist, Fairness und Verlässlichkeit fördern, standen erneut zahlreiche niedrigschwellige Bewegungs- und Geschicklichkeitsangebote zur Verfügung. Spiele wie Riesenmikado oder Riesenjenga luden dazu ein, sich in entspannter Atmosphäre zu begegnen und gemeinsam Freude an spielerischer Bewegung zu erleben – ganz ohne Leistungsdruck.
Einen besonderen Akzent setzte in diesem Jahr der erstmals von Lehrerin Dilan Yalbirdak initiierte Workshop „Internationale Tänze“, der sich rasch zu einem zentralen Anziehungspunkt des Tages entwickelte. Der Raum war durchgehend gut besucht, die Stimmung offen, lebendig und von spürbarer Begeisterung geprägt. Angeregt durch die Workshopinhalte stellten die Schülerinnen und Schüler eigene Tänze aus ihren Herkunftsländern vor und erweiterten so das Programm selbständig. So wurden unter anderem kurdische und marokkanische Tänze gemeinsam erlernt und ausprobiert. Besonders der gemeinsame kurdisch-türkische Halay sorgte mit seinen rhythmischen Schrittfolgen und seinem mitreißenden Charakter für ausgelassene Stimmung bei den Tänzerinnen und Tänzern.
„Meine Intention war es, dass die Jugendlichen Offenheit für neue Kulturen und Tänze entwickeln“, erläuterte Dilan Yalbirdak. „Sie waren neugierig, hatten Spaß und ließen sich begeistert auf die Tänze ein. Auch mir hat es Freude bereitet, Neues zu entdecken – insbesondere den marokkanischen Tanz, den ich noch nicht kannte.“
Wie bereits in den Vorjahren spielte auch der Ausgleich zum schulischen und beruflichen Alltag eine zentrale Rolle. Bewegung bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Stress abzubauen und neue Energie zu schöpfen. Entsprechend wurden Angebote zur Entspannung und mentalen Ausgeglichenheit integriert, darunter Pilates und Progressive Muskelentspannung. Diese Kurse zielten darauf ab, Konzentrationsfähigkeit und Wohlbefinden nachhaltig zu stärken – wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen und Arbeiten.
Ergänzt wurde das sportliche Programm durch Angebote zur Prävention und Sensibilisierung. Große Aufmerksamkeit fanden wie in den Vorjahren die Rauschbrillen, mit denen die Auswirkungen von Alkohol und Drogen realitätsnah simuliert werden konnten. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren dabei eindrucksvoll, wie stark Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und Koordination beeinträchtigt werden. Ebenso stieß der Aufprall Simulator der Verkehrswacht auf großes Interesse: In einem speziell ausgestatteten Fahrzeug konnten die Teilnehmenden erleben, welche enormen Kräfte bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten im Straßenverkehr wirken.
Über alle Programmpunkte hinweg bot das Schulsportfest zudem Raum für das persönliche Miteinander zwischen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. In der offenen, bewegungsorientierten Atmosphäre traten gewohnte Rollen in den Hintergrund und das Gemeinschaftsgefühl wurde spürbar gestärkt. So erwies sich das Schulsportfest auch in diesem Jahr als weit mehr als ein sportlicher Aktionstag – es war ein lebendiger Ausdruck einer aktiven, vielfältigen und starken Schulgemeinschaft.



