Das Kollegium der Ludwig-Erhard-Schule (LES) verbrachte den Pädagogischen Tag 2025 im Jüdischen Museum in Frankfurt, Die Lehrkräfte setzten sich intensiv mit Antisemitismus, Verschwörungsmythen und dem verantwortungsvollen Umgang mit Geschichte auseinander.

Am 23. Oktober 2025 führte der Pädagogische Tag das Kollegium der Ludwig-Erhard-Schule an einen besonderen Lernort: das Jüdische Museum in Frankfurt. Im historischen Rothschuld-Palais widmeten sich die Lehrkräfte aktuellen pädagogischen Fragestellungen, die den schulischen Alltag zunehmend prägen.
Nach der Ankunft im Museum stellte sich das Jüdische Museum zunächst vor und gab einen Einblick in seine Arbeit. Dabei wurden auch die vielfältigen Bildungsangebote für Schulklassen präsentiert, die vom altersgerechten Museumsrundgang bis hin zu themenspezifischen Workshops reichen. Die Vorstellung machte deutlich, wie außerschulische Lernorte zur Vertiefung historischer, politischer und ethischer Bildung beitragen können.
Im Anschluss daran teilte sich das Kollegium auf drei inhaltlich unterschiedliche, jedoch eng miteinander verbundene Workshops auf. Der erste Workshop mit dem Titel „Antisemitismus in der Schule: Erkennen, Einordnen, Handeln“ sensibilisierte für unterschiedliche Erscheinungsformen antisemitischer Einstellungen und bot konkrete Handlungsmöglichkeiten für den schulischen Kontext. Im zweiten Workshop „Haltung zeigen – Grenzen wahren: Umgang mit Grenzüberschreitungen zu Nationalsozialismus und Holocaust im Schulalltag“ stand die professionelle pädagogische Haltung im Fokus, insbesondere im Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und klaren Grenzen. Der dritte Workshop widmete sich dem Thema „Verschwörungsmythen“ und beleuchtete deren Entstehung, Wirkung und Relevanz für junge Menschen.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause hatten die Lehrkräfte die Gelegenheit, an einer Führung durch das Jüdische Museum oder alternativ durch das Museum Judengasse teilzunehmen. Beide Angebote ermöglichten vertiefende Einblicke in die jüdische Geschichte Frankfurts und verknüpften historische Perspektiven mit gegenwärtigen Fragestellungen.
Der Pädagogische Tag erwies sich als äußerst lehrreich und inspirierend. Er bot Raum für Austausch, Reflexion und fachliche Vertiefung und lieferte zahlreiche Impulse für den Unterricht sowie für den schulischen Umgang mit gesellschaftlich sensiblen Themen. Mit neuen Erkenntnissen und gestärkter Handlungssicherheit kehrte das Kollegium an die Ludwig-Erhard-Schule zurück.
