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    Falschgeldschulung der Deutschen Bundesbank: Azubis trainierten den sicheren Umgang mit Banknoten

    Im Februar 2026 erhielt die Berufsschule der Ludwig‑Erhard‑Schule (LES) Besuch: Jehad Serhan von der Deutschen Bundesbank führte in den drei 10. Einzelhandelsklassen eine praxisnahe Falschgeldschulung durch. Als Bargeld- und Falschgeldexperte vermittelte er den Schülerinnen und Schülern wertvolles Wissen für ihren zukünftigen Berufsalltag.

    Falschgeld

    Zu Beginn der 90-minütigen Schulung erläuterte Jehad Serhan den Bargeldkreislauf und zeigte auf, welche Stationen eine Banknote durchläuft, bevor sie im Handel ankommt. Anschließend widmete er sich ausführlich den Sicherheitsmerkmalen der Euro‑Banknoten – von fühlbaren Strukturen über Wasserzeichen bis hin zu Hologrammen. Die Auszubildenden lernten, wie sie prüfen können, ob ein Schein echt ist.

    Besonders eindrucksvoll war das mitgebrachte Falschgeld, das die theoretischen Inhalte greifbar machte. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Unterschiede zwischen echten und gefälschten Scheinen direkt vergleichen und typische Merkmale erkennen.

    Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem richtigen Verhalten, wenn ein Kunde möglicherweise mit einem gefälschten Schein bezahlen möchte. Der Experte erklärte, wie man professionell und rechtssicher reagiert, ohne die Situation eskalieren zu lassen.

    Auch Fragen aus dem Alltag der Auszubildenden wurden aufgegriffen – darunter die besonders relevante Frage: „Was passiert, wenn ich doch Falschgeld an der Kasse angenommen habe?“

    Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse und lobten die Schulung. Ein Teilnehmer fasste seine Eindrücke so zusammen: „Ich fand es gut, dass er uns gezeigt hat, wie man in wenigen Sekunden die Sicherheitsmerkmale checken kann – jetzt fühle ich mich sicherer.“

    Erstaunen löste auch eine Zahl aus, die Jehad Serhan präsentierte: Bis zu 70 Prozent des sichergestellten Falschgeldes besteht aus sogenanntem „Movie Money“, also Scheinen, die ursprünglich als Filmrequisiten oder Scherzartikel gedacht sind. Die Azubis fragten sich, ob sie in stressigen Situationen an der Kasse merken würden, wenn jemand versucht, mit einem Null-Euro-Schein zu bezahlen, der auf den ersten Blick täuschend echt aussieht.

    „Um der Gefahr zu entgehen, an der Kasse Falschgeld anzunehmen, sollten die angehenden Verkäufer/-innen und Kaufleute im Einzelhandel mit den Euro‑Banknoten und ihren Sicherheitsmerkmalen wirklich vertraut sein“, betonte auch Alexander Gärtner, der kommissarisch die Berufsschule leitet und passioniert im Einzelhandel unterrichtet. „Seit vielen Jahren laden wir für die neuen Klassen im Einzelhandel die Deutsche Bundesbank ein. Wer könnte das Thema Falschgeld besser vermitteln?“

    Die Falschgeldschulung erwies sich erneut als wertvoller Beitrag zur beruflichen Handlungskompetenz der Auszubildenden – und wird sicher auch in Zukunft ein fester Bestandteil des Unterrichts bleiben.

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